VORTEX #5 - THE TURNING WORLD

5 Tage I Musik I Video I Performance I Tanz

  • 01.07.22 - 19:00 Uhr, Tonstudio Tessmar Hannover
  • Programm
  • Die Tänzer*innen
  • Day 5: THE TURNING WORLD

    ”At the still point of the turning world... there the dance is."  T. S. Eliot

    Tanztheater


    Gérard Grisey (1946-1998) - Frankreich
    Vortex Temporum (1995)
    for Six Instruments

    Sagí Amir Gross. Regisseur und Choreograph
    WestDeutsches Tanztheater Düsseldorf  & GrossDanceCompany Amsterdam

    Tänzer*innen:

    Alexander Negron
    Filippo Franzese
    Simona Dammicco
    Franziska Schüller
    Sagí Amir Gross 

    musica assoluta:

    Eva Ludwig. Flöte
    Udo Grimm. Klarinette
    Eugene Shon. Klavier
    Katharina Giegling. Violine
    Miho Kawai. Viola
    Susanne Szambelan. Violoncello

    William Cole. Dirigent


    „Ein Ton wird zur Klangfarbe, ein Akkord zum Spektralkomplex und ein Rhythmus zu einer Welle von unvorhersehbaren Dauern.“ Mit diesen Worten umschrieb der Komponist Gérard Grisey die Klangauffassung der „Musique spectrale“, die sich Anfang der 70er-Jahre im Umkreis des Pariser Forschungsinstitutes IRCAM und des Ensembles L'Itinéraire herausbildete und als eine der bedeutendsten Gegenwartsströmungen der Neuen Musik gilt.
    musica assoluta spielt das bedeutende Werk ”Vortex Temporum“ von Gérard Grisey in einer Tanz- und Bewegungsperformance, die das Publikum in behutsamer Weise mit einbezieht und die klassische Konzertanordnung zugunsten einer körperlich-geistigen Gesamterfahrung aller Beteiligten aufbricht. Die unterschiedlichen Facetten des „Zeitenwirbels“, in dem das Individuum Spielball der Ereignisse ist, werden in stilisierter Form dargestellt.

    "Meine Beziehung zu Musik ist von Klein auf symbiotisch. Ich sehe mich selbst als Maler von Musik und meine Choreographien als Bewegungsgemälde. Durch meine Ton-Farb-Synästhesie verknüpft sich seit meiner Kindheit die Umsetzung von Musik intensiv mit Farben. In meinem Kopf kann ich die Struktur der Musik buchstäblich sehen."
    Sagí Amir Gross

  • Das WestDeutsche Tanztheater

    Das WestDeutsche Tanztheater (WDT) wird von dem israelischen Choreographen, Regisseur und Filmemacher Sagí Amir Gross geleitet und wurde von ihm, sowie dem ungarischen Choreographen und Maler József Csaba Hajzer 2021 in Düsseldorf gegründet. In ihrer künstlerischen Arbeit beschäftigen sich Gross und sein internationales Ensemble stets mit der Authentizität des Individuums in seiner Beziehung zu Stereotypen der Gesellschaft. Die Einsamkeit des Individuums, das sich nach Zugehörigkeit und Gemeinschaft sehnt, wird mit der gesellschaftlichen Kommunikation, unter anderem in den Sozialen Medien, konfrontiert. Die Choreografien erörtern die Frage danach, wie weit äußere Erscheinung, sozialer Hintergrund, sexuelle Identifikation und Nationalität die Möglichkeit an der sozialen Teilhabe beeinflussen und wie Grenzen überwunden werden können, die als scheinbar unüberwindbare Konstruktionen im kollektiven Unterbewusstsein
    existieren.

    Sagí Amir Gross

    Internationalität und Multidisiziplinarität zeichnen die Arbeit von Sagi Amir Gross aus. Sein hohes internationales Ansehen führte ihn zum berühmten Louvre Museum in Paris, wo 2015 sein Tanzfilm Silent Force aufgeführt wurde. Dieser Film wurde gleichfalls am Cinedans Festival in EYE Film Institute in Amsterdam präsentiert. 

    Sagí Amir Gross arbeitete als Choreopgraph und Dozent mit zahlreichen internationalen Tanzkompanien, Theatern, Opernhäusern und Akademien zusammen; Eine Auswahl darunter: Sydney Dance Company PPY, Grand Rapids Ballet Michigan, Architanz in Tokyo, Staatstheater Wiesbaden, Oldenburgisches Staatstheater, Staatstheater Braunschweig, Royal Ballet School in Antwerpen, The National Conservatory of Lisbon Portugal, Dansateliers in Rotterdam, The Royal Ballet Conservatory in Den Haag, Marameo Tanzprobebühne in Berlin, Harmonic Studio in Paris, Rietveld Art Academy in Amsterdam, Danza L'AED in Livorno (Italien) Busan Dance Academy in South Korea, Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Frankfurt/ Main, Korzo Theater, Arte & Balleto Italien und viele mehr. 

    Als Tänzer arbeitete er mit der Bat-Dor Dance Company, dem Israeli Opera House, der Dede Dance Company, dem Netherlands Opera House in Amsterdam, der De Dutch Don't Dance Division und der The Hague and Resextansa Company in Bari (Italien). 

    Seine Ausbildung erhielt Sagí Amir Gross an der Dutch National Ballet Academy in Amsterdam, der Bat-Dor Dance Company und der Thelma Yellin High School For The Performing Arts in Tel Aviv. Während seiner Studien gewann er fünf Stipendien der American Israel Sharet Foundation sowohl für Tanz als auch für Choreographie. 

     

Tickets

Eintritt: 23€/14€ (ermäßigt)

Ticketreservierungen per Mail an
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Abendkasse je nach Verfügbarkeit

Foto Sagi Amir Gross: Leszek Januszewski

"Vortex" ist ein multimediales und spartenübergreifendes Musikprojekt, das entscheidende Fragen unserer heutigen Zeit in den künstlerischen Fokus nimmt und in den Kontext von Musik, Wissenschaft und Geschichte stellt. Zum zehnjährigen Jubiläum von musica assoluta werfen wir ein Schlaglicht auf unsere gesellschaftliche und ökologische Wirklichkeit, auf den "Zeitenwirbel" vor dem drohenden Kollaps. Dass dies alles lebhaft und munter geschieht, mit lustvoller Darstellungsfreude, ist der Vorzug der Kunst und gleichzeitig unser direkter Draht zum Publikum. Das Denken wird angeregt. Wir werden unsere Emotionen verstehen lernen und zum kritischen Fragen animiert werden. In 5 Tagen verwandeln wir das Tonstudio Tessmar in ein Welttheater und erzählen von politischen Lügen, Stillstand und Aufbruch in Zeiten der Pandemie, stürzenden Wassern, dem Verlust der Heimat und dem Wirbel einer sich rasant verändernden Welt.


Der Zugang zum Konzertort ist barrierefrei.

VORTEX #5 - THE TURNING WORLD
  • 01.07.22 - 19:00 Uhr, Tonstudio Tessmar Hannover